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Um die Bedeutung der Praxeologie als ethische, nicht nur als ökonomische Voraussetzung zu ergründen und zu unterrichten, wird ein Institut benötigt, dass sich dieser Aufgabe unabhängig traditioneller Pfade widmen kann.

Der Grund ist logisch.

Die Theorie des Handelns eröffnet eine logische Brücke zwischen Verstand und Sinnen, welche erst durch das praxeologische Verständnis wissenschaftlich nutzbringend angewendet werden kann.

Der Begriff des Handelns ist keine subjektive menschliche Idee, wie in der Philosophie immer angenommen wurde, sondern ein klar umrissenes natürliches Konzept und gehört damit genauso zu den apriorischen Kategorien, die wir sonst ohnehin für selbstverständlich erachten -- also Mathematik, Logik, Geometrie, mit Anwendung in der Informatik u.a. -- demnach Dingen, die in jedem wissenschaftlichen Grundkurs einheitlich gelehrt werden, ohne dass man sich über Abweichungen streiten müsste.

Es ist die Leistung von Ludwig von Mises, dieses Verständnis der Praxeologie für die Ökonomie (Human Action) erstmals ausführlich dargestellt zu haben. Dazu war es für Mises notwendig, sich gründlich in die philosophischen Grundlagen des Handelns einzuarbeiten. Mit diesem gewonnen Verständnis ergab sich für Mises das "Axiom des Handelns" - ein Paket von denknotwendigen Voraussetzungen, welches alle ökonomische Erkenntnis aus reinem Nachdenken zugänglich macht.

Die Praxeologie begrenzt sich aber keineswegs auf Zusammenhänge, die die österreichische ökonomische Schule lehrt, also die Grenzwertlehre und vieles mehr.

Genauso wie das Handeln als bewusstes Vorgehen nicht ohne Verstand möglich ist, Denken bereits definitionsgemäß Handlung ist und zur Handlung Ziele verfolgt werden und andere denknotwendige, begriffliche Zusammenhänge die, der Einfachheit halber, zusammen als "Axiom des Handlens" bezeichnet werden, so ist auch "freiwillige Kooperation" ein klar umgrenzter axiomatischer Begriff des kooperativen Handelns, aus dem sich bestimmte inhärente, natürliche Gesetze der Ordnung der freiwilligen Kooperation ableiten. Und wenn wir diese Regeln ethisch und logisch verarbeiten, dann ist völlig klar, dass wir nicht etwas ''kooperativ'' tun können, was dieser Ordnung grundsätzlich widerspricht, wie zum Beispiel "kooperativ" Aggression zu verüben oder in bestimmter Situation, die zur Wahrheit verpflichtet, zu lügen.

Alle diese Dinge sind epistemologisch völlig klar und bedürfen keiner Relativierung oder Prüfung anderer Schulen. Allerdings weichen die liberalen und libertären Lehrmeister oft traditionell entschieden von dieser Weisheit ab. Um uns von solchen Falschheiten abzugrenzen, erachten wir die Gründung des Instituts für opportun, wichtig und notwendig im Hinblick auf die Entwicklung der Sozialwissenschaften und der Kooperation in der Gesellschaft.

Unsere Erkenntnis über freiwillige Kooperation ist freilich eine wichtige anarchistische Lehre. Es liegt daher auf der Hand, dass staatliche Lehren, die ihre Geltung durch Gewalt erlangen, von uns kategorisch abgelehnt werden müssen. Außerdem müssen wir konstatieren, dass wir mit anderen "anarchistischen" Lehren nicht oder nicht vollumfänglich einhergehen können. Der klassische Anarchismus pflegt z.B. Inhalte gegen das Privateigentum, die durch freiwillige Kooperation entstehen. Ebenso lehnen wir eine Interpretion nach John Locke ab, nach der subjektiv allein durch "Arbeit" (durch vermischen einer freien Ressource mit seinem Körper) Eigentum entstehen darf, denn das wäre letzten Endes eine willkürliche Festsetzung über die Verwendung von freien Ressourcen, die durch eine positivistsche, alleinige Definition zu Gütern im Privatbesitz führen würde, also zu einer Sollens-Ordnung von menschengemachten Regeln führt, die nur durch Gewalt zur Geltung gebracht werden kann. Alle diese "anarchistischen" Theorien widersprechen sich bereits darin, dass sie nicht ohne staatliche Gewalt umsetzbar wären.

Daher verfolgen wir ein klares Vorgehen, das deutlich macht, wo wir positioniert sind und nicht immer wieder gleich vom Ansatz her hinterfragt werden muss.

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Name: Redaktion

Comments (4)

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