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Königsweg: Mit Inflation gegen den Staatsbankrott

Bedingt durch die Anatomie von Staat ist ein weltweites Phänomen zu beobachten. Das Ansteigen der Staatsverschuldung fast aller Staaten. Die Schulden der meisten Länder haben solche Ausmaße angenommen, dass ein Zurückzahlen auf normalen Wege offensichtlich nicht mehr möglich ist.

Prinzipiell gibt es 6 Wege für einen Staat der Verschuldung entgegen zu wirken (siehe Claus Vogt). Drei Optionen davon sind aufgrund verganger Krisen bereits verspielt worden: hohes Wirtschaftswachstum, niedrige Zinsen und Rettungsmaßnahmen anderer Staaten. Von den restlichen 3 Optionen sind 2 schwer durchzusetzen und unpopulär: Sparmaßnahmen plus höhere Steuern und offener Staatsbankrott.

Die Bankrott-Erklärung wäre das Ehrlichste, ist aber politisch nicht durchsetzbar. Also wird es zur letzen Option kommen müssen. Zu einer Verschleppung der Insolvenz. Wie bei jeder Insolvenzverschleppung wird ein verdeckter Staatsbankrott sehr viel schlimmere Folgen haben als ein offener Bankrott.

Es wird also aller Voraussicht nach zu einer weiteren massiven Erweiterung der Geldmenge kommen - so wie man sich bereits bisher dem einfachsten Mittel bedient hat. Man bucht sich einfach frisches Geld aus dem Nichts auf das eigene Konto.

Dadurch muss es zu einer Zerrüttung der gesamten Wirtschaftstruktur kommen, zu Spekualtionsexzessen und zum moralischen Verfall der Handlungen aller Wirtschaftsteilnehmer.

Der Mittelstand wird daran am meisten zu leiden haben. Ihr Wohlstand wird durch die infaltionäre Phase immer weiter ausgehöhlt bis viele Unternehmen, auch Aktiengesellschaften, am Boden liegen.

Die offizielle deutsche Prokopfverschuldung beträgt heute schon über 25.000 €, wobei zu berücksichtigen ist, dass nur Erwerbstätige zu einem Schuldendienst fähig wären. Jeder Haushalt müsste also für Kinder und Eltern mit aufkommen.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die verdeckte (implizite) Staatsverschuldung die offizielle (explizite) deutlich übersteigt, kann man sich leicht ausrechnen, dass jedem Erwerbstätigen ein sechsstelliger Eurobetrag gegenübersteht, der freilich in der Zukunft eher immer größer werden wird bis die ganze Orgie ein Ende findet. (Die Stiftung Marktwirtschaft spricht von 6,4 Bill. € gesamter Schulden. Dies ist wahrscheinlich immer noch günstig gerechent.)

Wie dramatisch dieses Ende werden wird, ist frelich ungewiß. Gewiß ist nur, dass bedachte Menschen sich damit beschäftigen, um die schlimmen Folgen von sich abzuwenden. Sie beschäftigen sich also heute längst intensiv mit den Themen Auswanderung und Vermögensabsicherung, also lange bevor irgend ein Politiker davon redet.

 

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Name: Norbert Lennartz

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