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Keine konsistente Wissenschaft möglich?

Antwort auf ein Argument im Podcast 3 von Globale Freiheit.


Es wäre keine konsistente Wissenschaft möglich.

Dieses ja-aber erscheint mir ein wichtiger Grund für den Erfolg von Staat. Den paradoxen Theoremen in der nicht-praxeologischen Praxis glauben zu wollen, die angeblich beweisen sollen, dass keine konsistente oder vollständige Wissenschaft zu führen sei, ohne die Theoreme auf praxeologische Anforderungen genau geprüft zu haben, führt zu einem unzulässigen Zirkelschluss, einem sich-selbst-recht-geben in einer Welt, die freilich nur den Etatismus bedienen kann. In meinem Buch habe ich z.B. herausgearbeitet, dass das Münchhausen-Trilemma wissenschaftlich irrelevant ist. Das Gleiche gilt für das bekannte Gödel-Theorem schon seit den 1960er Jahren in der Fachliteratur (Blanshard, Lorenzen, Kambartel).1

Wenn diese These stimmen würde, wie könnte man dann noch davon ausgehen, dass man überhaupt noch eine gültiges wissenschaftliches Wissen verwenden kann? Dann könnte es ja sein, dass die ganze Ablehnung von Staat völlig falsch ist. Schließlich gibt es ja überall Staat. Die Empiriker jubeln.

Wenn sich Libertäre so träge verhalten, was erwarten sie dann? Soll man ihnen jeden Stein zweimal umdrehen? Die relevanten Fragen sind andere!


 

1 Siehe Hans-Hermann Hoppe, Economic Science and the Austrian Method. Ludwig von Mises Institute, 1995: Fn 59. <mises.org/pdf/esam.pdf>

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Name: Norbert Lennartz

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